Was ist (Neo)kolonialismus? 


Unter Kolonialismus verstehen wir die Besetzung von Land und die Unterdrückung, Ermordung und Ausbeutung der indigenen Bevölkerung durch Regierungen oder Unternehmen. Viele Menschen in Ländern des globalen Südens erleben eine direkte Ausbeutung als billige Arbeitskräfte. Ausserdem betreiben Unternehmen aus dem globalen Norden Raubbau an ihren unmittelbaren Lebensgrundlagen wie Wäldern und Feldern. Dies geschieht unter anderem auch, um Kohle, Öl und Gas abzubauen.
Die Länder, welche von dieser Form der Ausbeutung profitieren, werden auch "globaler Norden" genannt, da viele davon auf der nördlichen Hemisphäre – Europa, Nordamerika – liegen. Die ausgebeuteten Regionen heissen "globaler Süden". Kolonialismus wird oft als ein Fehler der Vergangenheit betrachtet, tatsächlich haben sich koloniale Bestrebungen aber in den letzten Jahren teilweise sogar noch verstärkt. Der Unterschied ist, dass heute weniger Regierungen als internationale, "westliche" Unternehmen in die Ausbeutung involviert sind. 
Das ist kein Zufall, denn unser heutiges globales Wirtschaftssystem ist davon abhängig, immer weiter zu wachsen und immer mehr Profit zu erzeugen. Doch das geht nur, indem Ressourcen bis zum letzten Stein und Tropfen abgebaut werden und Menschen als Arbeitskräfte so wenig wie möglich kosten. Dieses System funktioniert also nur durch den Neokolonialismus. 


Der Neokolonialismus ist nicht nur ein rassistisches und ungerechtes System, sondern ausserdem eine direkte Ursache der Klimakrise! Um die Klimakrise zu bewältigen und ein System zu erreichen, das nachhaltig und gerecht ist, braucht es ein Ende dieser globalen Ausbeutungsmuster.

Und deshalb: 


Schon seit Jahrhunderten kämpfen indigene Gruppen und Arbeiter*innen im globalen Süden gegen die Ausbeutung ihrer Lebensgrundlagen. Als Klimagerechtigkeitsbewegung ist es wichtig, dass wir uns mit diesen Menschen solidarisieren, ihre Forderungen stärken und übernehmen. 
Wir sind eine globale Bewegung, die für ein System einsteht, welches das Leben auf diesem Planeten nicht gefährdet!